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Baukeramik, Erzeugnisse aus gebranntem Ton, mit oder ohne
Glasurüberzug, als Ziegeleierzeugnis (Mauer-, Decken-, Dachziegel,
Klinker, Dränrohre, Terrakotten), als Steingut und Steinzeug (Wand- und
Bodenfliesen, Spaltplatten, Kanalisationsrohre) und als Porzellan
(Sanitärkeramik). – Schon die altorientalische Kunst verwendete
plastisch geformte Ziegelsteine am Bau sowie Fayenceplatten,
ornamentierte Kacheln und farbige Reliefziegel (Babylon, Susa). In
Griechenland und Etrurien gingen keramische Firstziegel, Traufplatten
und Metopen der Ausführung dieser Bauteile in Marmor voraus. Eine hohe
Blüte erreichte die Baukeramik in der islamischen Kunst, in der
norddeutschen Backsteingotik und im 15. Jahrhundert in Florenz (farbig
glasierte Reliefs von L. und A. della Robbia). Zu den hervorragendsten
Werken in Deutschland gehört die Fassade des Fürstenhofes in Wismar
(Mitte 16. Jahrhundert). In der Form der Wandverkleidung durch Fliesen
erreichte die Baukeramik noch eine späte Blüte im 17. und 18.
Jahrhundert in den Niederlanden. In der modernen Architektur werden
großformatige keramische Platten zur Fassadenverkleidung verwendet.
Bibliographische Details für Baukeramik Seitenname: Baukeramik Autor: Meyers Lexikonverlag Herausgeber: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG Datum der Ausgabe: 27 Februar 2007 15:31 UTC Aktuelles Datum: 24 Mrz 2008 02:30 UTC Permanente URL: http://lexikon.meyers.de/index.php?title=Baukeramik&oldid=111664 Seiten Version ID: 111664 |
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