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| Niedrigenergiehaus |
Niedrigenergiehaus, keine genormte, aber üblicherweise für Häuser mit einem jährlichen Energieverbrauch unter 100 kWh/m2
verwendete Bezeichnung. Bei einem Niedrigenergiehaus soll die Zufuhr
von nichterneuerbarer Energie minimiert werden. Richtungweisend für die
Entwicklung energieeffizienter Gebäude waren seit Beginn der
1970er-Jahre Architekten und Bauphysiker in Skandinavien (z. B.
Korsgaard »zero-energie-house«, 1974), den USA (1976, z. B.
Shick »super-insulated house«) und Kanada (z. B.
Shutcliff »Saskatchewan Conservation House«, 1981). Das bekannteste in
Deutschland entwickelte Modell (»Philips Experimentierhaus«, 1974,
Aachen) fand wegen seiner wenig ansprechenden Architektur jedoch keine
große Akzeptanz. Im Gegensatz zu der in Amerika und Skandinavien
verbreiteten schlichteren Bauweise (z. B. kleine Fenster) setzte sich
in Deutschland die Solararchitektur als Trend durch.
Kennzeichnend für Niedrigenergiehäuser sind: kleine Oberflächen
im Verhältnis zum umbauten Raum, geringe Transmissionswärmeverluste
durch sehr gute Isolierungen, Vermeidung von Wärmebrücken, sorgfältige
Abdichtung aller Fugen, Südorientierung der Fensterflächen. Daneben
werden Solarkollektoren zur Wärmegewinnung für Heizung und
Brauchwasser, Solarzellen zur Erzeugung elektrischer Energie sowie die
Verlustwärme elektrischer Geräte genutzt. Die Deckung des
Restwärmebedarfs erfolgt vorzugsweise durch Wärmepumpen. Eine
Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses ist das Passivhaus.
Bibliographische Details für Niedrigenergiehaus
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| Glossary V2.0 | |
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